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Das erste Taschengeld: So startet ihr mit sechs Jahren

02. November 2026
3 Min. Lesezeit
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Dein Kind kommt in die Schule und fragt nach eigenem Geld? So gelingt der Start mit kleinen Beträgen, klaren Regeln und viel Geduld.

Irgendwann fragt jedes Kind: "Bekomme ich auch Taschengeld?" Meist passiert das rund um die Einschulung, wenn Kinder merken, dass Dinge Geld kosten und andere Kinder eigenes Geld haben. Das ist ein guter Zeitpunkt für den Start, denn dein Kind ist neugierig und möchte etwas lernen.

Wofür das erste Taschengeld da ist

Mit sechs Jahren geht es nicht darum, große Summen zu verwalten. Es geht um die ersten Erfahrungen: Ich bekomme etwas, ich entscheide, was ich damit mache, und wenn es weg ist, ist es weg. Dieses Muster ist die Grundlage für alles, was später kommt.

Wie viel und wie oft?

Es gibt Empfehlungen verschiedener Verbraucher- und Familienportale, an denen du dich orientieren kannst. Sie unterscheiden sich im Detail, liegen aber alle im Bereich von wenigen Euro pro Woche oder noch weniger. Entscheidend ist, dass der Betrag in euren Alltag passt und ihr ihn halten könnt. Ein kleiner Betrag, der verlässlich kommt, ist besser als ein großer, der unregelmäßig fließt.

Zahle in dieser Phase wöchentlich aus, am besten immer am selben Tag. Jüngere Kinder können einen Monat noch nicht überblicken.

Münzen statt Zahlen

Gib dein Taschengeld in Münzen. Dein Kind kann sie zählen, sortieren und einsammeln. Ein Zwei-Euro-Stück ist für ein Schulkind greifbar, eine Zahl auf dem Bildschirm noch nicht.

Hilfreich ist ein kleines Portemonnaie oder eine Dose mit drei Fächern oder Gläsern:

  • Ausgeben: Das darf sofort weg.
  • Sparen: Das ist für einen größeren Wunsch.
  • Verschenken: Das ist für Geburtstage oder zum Teilen.
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Regeln, die den Start leichter machen

  1. Das Taschengeld gehört deinem Kind. Du entscheidest nicht mit, ob es Kaugummi oder Sticker kauft. Nur dann entsteht echte Entscheidungserfahrung.
  2. Keine Nachschüsse. Wenn das Geld früh weg ist, bekommt dein Kind bis zum nächsten Termin nichts dazu. Das tut kurz weh und bleibt lange in Erinnerung.
  3. Keine Verknüpfung mit Noten oder Verhalten. Taschengeld ist Übungsgeld und keine Belohnung oder Strafe.
  4. Grundbedarf bleibt bei den Eltern. Schulsachen, Kleidung und Mittagessen zahlst du weiterhin selbst.

Was ihr nach den ersten Wochen besprechen könnt

Schaut nach ein paar Wochen gemeinsam hin: Was hat dein Kind gekauft? War es zufrieden? Würde es etwas anders machen? Diese kurzen Gespräche sind der eigentliche Lerneffekt. Du musst nichts bewerten, höre einfach zu und stelle offene Fragen.

Und wenn es doch nicht klappt?

Manche Kinder geben alles am ersten Tag aus, andere sparen jeden Cent. Beides ist normal. Greife nicht ein, solange es um kleine Beträge geht. Fehler mit zwei Euro sind die günstigste Lektion, die es gibt.

Fazit

Das erste Taschengeld ist ein Übungsfeld. Startet klein, zahlt verlässlich aus, lasst dein Kind eigene Entscheidungen treffen und redet regelmäßig darüber. Mit sechs Jahren braucht es dafür keine Tabellen, nur Münzen, einen festen Tag und ein bisschen Geduld.

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